NEWS + AKTUELLES
 Baby
 Familie & Kidz
 Lifestyle
LESEN + SPIELEN
 Kidz
 Erwachsene
SERVICETIPPS
 Serviceinfos für Sie
 Basteltipps
 Rezepte
 Produktrückrufe
FREIZEIT + URLAUB
 Veranstaltungstipps
 Neuigkeiten
 Feste feiern
 all4family - Das Magazin
Unsere Gewinner
 Unsere Gewinner
KOOPERATIONSPARTNER
 Kooperationspartner
DIE AKTUELLE AUSGABE

all4family 02/17

Jetzt abonnieren !

ARCHIV
 Archiv
 Unsere Gewinner
Neuigkeiten:
Aus dem Tagebuch der Nationalpark-RangerInnen
Juni 2013
np juni 13 1
© Baumgartner

Die Schätze der Donau

Wer an einem naturbelassenen Donau-Ufer entlang spaziert, findet unterschiedliche farbenfrohe Steine, die aus verschiedensten Regionen angereist sind. Sehen Sie doch einmal genauer hin!

An unverbauten Uferabschnitten der Donau geben die Schotterflächen besondere „Schätze“ des Flusses preis: bunte, abgerundete Steine unterschiedlicher Größe. Sie haben teils weite Wege hinter sich gebracht, bevor sie dort am Flussufer liegen geblieben sind…

Am Beginn ihrer Reise waren sie oftmals große Gesteinsbrocken mit Ecken und Kanten, losgerissen von tosenden Gebirgsbächen. Viele Jahre wurden sie dann bach- und weiter flussabwärts als „Geschiebe“ mittransportiert und mit der Zeit durch die Reibung abgeschliffen.

Die so genannten Kieselsteine bzw. Quarze machen den Hauptanteil des Donauschotters aus, weil sie die härtesten Steine sind und somit am langsamsten zerrieben werden. Man findet sie in zahlreichen Farbtönen: bei roten oder rosa Exemplaren ist Eisen eingeschlossen. Sie stammen aus dem Mühl- und Waldviertel. Diverse helle Steine kommen aus den Kalkalpen, die einst durch Ablagerungen von Meerestieren entstanden sind. Oft sind in den Kalksteinen Fossilien eingeschlossen, sie sind leicht ritzbar. Kieselkalke mit kieseligen Anteilen zeigen schwarze, braunrote oder gelbliche Färbung.

So genannte Umwandlungsgesteine entstanden unter hoher Hitze und großem Druck, dunkle Flecken lassen auf Granateinschlüsse schließen. Die gescheckten Amphibolithe sind vulkanischen Ursprungs, enthalten Aluminium und Eisen und zerfallen leicht in flache Stücke.

Die sehr weichen Sandsteine stammen zumeist aus der Flyschzone vor Wien und werden rasch zu Sand zermahlen.
Weitere Besonderheiten in der Zusammensetzung des Geschiebes sind z. B. getupfte Quarzporphyre sowie die sehr seltenen gemusterten Labradorporphyrite.

Heutzutage, bedingt durch die Regulierungen und die nahezu durchgängige Kraftwerks-Kette, ist der Geschiebetransport unterbrochen und so reisen weitaus weniger Steine die Donau abwärts.

Dennoch können wir uns an jenen naturbelassenen Ufern im Nationalpark Donau-Auen, die für die BesucherInnen zum Betreten frei gegeben sind, bei einem Spaziergang an der - bei genauem Hinsehen - mannigfaltigen Pracht erfreuen, Steine sammeln oder sie weiter auf die Reise schicken!

Ihre Nationalpark-RangerInnen


© Kern

Weitere Informationen zum Nationalpark Donau-Auen:
www.donauauen.at und www.facebook.com/donauauen

 


  letztes Update am 19.06.2013

 [zurück]


Artikel versenden   Drucken   
SUCHE:
  go >>

WERBUNG  

WERBUNG