Immer ein passendes Rad für Kind und Kegel, ohne große Kosten – geht das? Ja, mit einem Fahrrad-Abo. Der Bike Club von James Symes schont als nachhaltige Alternative die Umwelt und den Geldbeutel von Familien.
Ein Fahrrad muss passen wie ein Kleidungsstück: Zu groß ist nicht gut, zu klein ebenfalls nicht – doch während ein T-Shirt und eine Hose auch für wenige Euro zu haben sind, sieht das bei einem guten Drahtesel für den Nachwuchs schon anders aus. Bikes für Kinder können ein großes Loch in die Haushaltskasse reißen, vor allem weil es keine einmalige Investition, sondern eine fast fortwährende ist. Kinder wachsen im Schnitt alle 1,5 Jahre aus ihrem Fahrrad heraus. Im Alter zwischen zwei und 14 Jahren kommen so ungefähr sechs unterschiedlich große Lauf- und Kinderfahrräder zusammen, die dann alle im Keller störend im Weg stehen oder sich auf dem Gebrauchtmarkt ansammeln und in einem recht aufwendigen Prozess gründlich aufbereitet sowie weiterverkauft werden müssen. Damit ist das Konzept des Fahrrads als nachhaltiges Fortbewegungsmittel wohl hinfällig, oder? Nein, dank James Symes bleibt das Fahrrad die beste Wahl. Der pfiffige Unternehmer aus Großbritannien wollte raus aus dem Teufelskreis von An- und Verkauf und gründete 2016 das Kinderfahrrad-Vermietgeschäft Bike Club.
Die Idee hinter dem Konzept
„Mitbenutzen statt besitzen“ – so lässt sich die Idee hinter dem Bike Club am besten beschreiben. Denn das Vermietgeschäft baut auf dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft auf – ein regeneratives System, in dem Ressourceneinsatz und Abfallproduktion sowie Emissionen und Energieverschwendung drastisch reduziert sind, weil der Lebenszyklus durch Teilen und Wiederverwenden der Produkte verlängert wird. „Ich habe mich schon immer für Ideen interessiert, die einen positiven Einfluss auf die Umwelt haben“, erklärt James Symes seine Motivation. Der Vater von drei Kindern arbeitete ursprünglich im Finanzdienstleistungssektor, bevor er sich ins Abenteuer Start-up stürzte und sein Hobby – das Fahrradfahren – zum Geschäftsmodell machte. „Mir fiel auf, wie groß der Markt für Kinderfahrräder ist, im Gegensatz zu ihrer kurzen Lebensdauer. Ich stellte mir also die Frage, wie ein nachhaltigeres Modell aussehen müsste, das den traditionellen Kreislauf von Ankauf und Wiederverkauf durchbricht. So entstand das Konzept eines monatlichen Abonnements für Kinderfahrräder, die einfach ausgetauscht werden können, wenn die Kinder größer werden.“
Von Großbritannien in die ganze Welt
Vom eigenen Wohnzimmer aus organisierte James den Kreislauf zunächst nur für Familie und Freunde, bevor Platzmangel und erhöhte Nachfrage ihn zum Expandieren zwangen: „Um während der Anfangszeit Geld zu sparen, hatten wir beschlossen, dass wir von unserer Zweizimmerwohnung aus arbeiten und dort auch die Räder lagern. Zu einem bestimmten Zeitpunkt hatten wir dann drei Mitarbeiter und 34 Räder in dieser Wohnung – einer Wohnung, die nicht besonders groß war und zudem im Dachgeschoss im 4. Stock ohne Aufzug lag. Das Chaos war vorprogrammiert“, erinnert sich James. Heute ist der Bike Club mit über 70.000 Rädern, zwei Lagerhäusern mit 30.000 m² Lagerfläche und rund 40.000 Clubmitgliedern das größte Fahrrad-Abo-Netzwerk des Vereinten Königreichs. Seit 2022 gibt es das Angebot des Bike Clubs auch in Deutschland und schon bald vielleicht in anderen europäischen Ländern, wie James erklärt: „In Zukunft möchten wir Bike Club als bekannte Traditionsmarke in Europa etablieren, die Maßstäbe für eine familienfreundliche und kundennützliche Kreislaufwirtschaft setzt.“
Endloser Fahrspaß – nachhaltig, kostengünstig und bequem
Von Laufrädern für den Einstieg über Einstiegsräder mit Pedalen bis zu Cross-, City- und Mountainbikes mit bis zu 26 Zoll – das Angebot des Bike Clubs lässt das Herz junger Biker höherschlagen und schont das Portemonnaie von Mama und Papa. Per Monats-Abo können Familien ganz einfach auf erschwingliche, nachhaltige und flexible Art immer das passende Rad mieten. Das Fahrrad wird innerhalb von wenigen Tagen geliefert und kann ohne Probleme durch ein anderes Velo ersetzt werden, sobald das Kind ein größeres Modell braucht. Auch Diebstahl und Reparaturen sind voll abgesichert: So übernimmt das Unternehmen die Verantwortung bei unverschuldetem Verlust und stellt innerhalb kürzester Zeit ein Ersatzfahrrad zur Verfügung. Außerdem sorgt ein Team aus hauseigenen Zweirad- Mechanikern für den Top-Zustand der Fahrräder, wenn sie zurückgegeben werden oder bei Schäden und Macken innerhalb der Leihperiode eine kleine Ausbesserung brauchen. Fazit: Was als kleine Initiative begann, um Eltern und Kindern den Spaß am Fahrradfahren zu ermöglichen, ist mittlerweile zu einer richtigen Bewegung geworden, die dank des unermüdlichen Einsatzes von James Symes und seinem Team immer mehr begeisterte AnhängerInnen findet. Warum auch nicht, die Vorteile des Bike-Club-Abos liegen auf der Hand: maximale Flexibilität, volle Kostenkontrolle, sorgenfreie Nutzung und eine Investition in die Zukunft des Planeten – eine Win-Win-Win-Situation für Kind, Eltern und Umwelt.
Wie finde ich die passende Fahrradgröße?
- Das Kind muss mit beiden Füßen den Boden erreichen können.
- Die motorischen Fähigkeiten und das Körpergefühl des Kindes bestimmen die Wahl des Modells.
- Wichtig für Fahrspaß und Sicherheit ist die korrekte Lenker- und Sattelhöhe: Arme und Beine sollten beim Fahren leicht gebeugt und die Sitzposition aufrecht sein.
Bike Club
- Abo-Preise von 5,99 € bis 29,99 € pro Monat*
- *Die Kosten berechnen sich nach Modell (gebraucht/neu) und Größe.
- keine Mindestlaufzeiten
- monatlich kündbar
Autor:in:
Judith Lorenzon ist freie Redakteurin und Mutter von 3 Kindern; sie liebt interessante Geschichten, erzählt von Groß und Klein. Aktuelle Artikel